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LIVE-

LIEDERABEND

"AN DIE GELIEBTE"

Matthias Winckhler, Bass-Bariton

Akemi Murakami, Piano

Mo. 26.10.2020

19.30 Uhr
Johannissaal, Schloss Nymphenburg

LIEDERLEBEN

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Klaus Kalchschmid für die Kritik über unser kleines Jubiläumskonzert am 26.10. !

Mit dem 2. Lockdown zu leben ist für uns alle eine große Herausforderung. Leider ist das geplante Konzert mit Fatma Said auch betroffen. Wir bemühen uns jedoch, einen neuen Termin zu finden.

Wir wünschen Ihnen und besonders den Musiker-Kollegen viel Kraft und alles Liebe. Bleiben Sie körperlich und seelisch gesund. Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen!

Herzlichst,

Ihre Akemi Murakami (Künstlerische Leiterin)

& Team LIEDERLEBEN

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+Ein letzter Liederabend

– der 15. der Reihe Lied-er-leben –

(26. Oktober 2020) Ein letzter Liederabend in München vor dem erneuten Lockdown: wie geplant im intimen Johannis-Saal von Schloss Nymphenburg vor weniger als 50 Hörern. Deren Stühle waren locker verteilt im Saal, was ein bisschen nach Kunstinstallation aussah und weniger schmerzte als 50 Menschen im 2100 Besucher fassenden Nationaltheater. Da Liederabende schon immer aus Pianist/in und Sänger/in bestanden, die durch den Flügel voneinander getrennt sind, braucht es keine besonderen Abstandsregeln oder gar eine reduzierte Fassung.

So konnte eine Auswahl von vier Beethoven-Liedern, darunter „Mailied“ und die berühmte „Adelaide“ neben seinem Zyklus „An die ferne Geliebte“, dem ersten der Musikgeschichte überhaupt, im Original bezaubern. Dazu gab es die sieben Rellstab-Lieder nebst der „Taubenpost“ aus Franz Schuberts „Schwanengesang“ und drei raffiniert effektvoll gesungene „Chansons“ Maurice Ravels, die Don Quichotte seiner angebeteten, aber leider nur phantasierten Geliebten Dulcinée als Ständchen singt.

Matthias Winckhler ist der wahrlich seltene Fall eines jungen Baritons, der vollkommen uneitel seine fein timbrierte wunderbar geführte Stimme, die in allen Lagen trägt, ganz im Dienste der Musik, hier eines fragilen Liedes einsetzt. Er lädt nichts mit Ausdruck auf, singt keine Ausrufezeichen und überzeugt doch mit jeder Phrase. Denn jedes Wort erhält wie von selbst die richtige Farbe, jeder Ton ist aus dem natürlichen Fluss heraus am rechten Platz. Nicht zuletzt bei Schubert entstand so in der feinen Distanz eine große, im Innersten berührende Nähe.

Bei den Zugaben „Heimliche Aufforderung“ und „Zueignung“ von Richard Strauss griff dann Akemi Murakami, die vorher so plastisch, aber ebenfalls zart expressiv mitgestaltete, so richtig beherzt in die Tasten und Matthias Winckhler ließ eine große, sinnliche Opernstimme hören. Nicht enden wollender Applaus und großes Glück bei Allen.

Klaus Kalchschmid

(SZ Bayern, Crescendo, Die deutsche Bühne, www.klassikfavori.de, www.klassikinfo.de, BR u.a.)