FATMA SAID

Fatma Said wurde in Kairo, Ägypten, geboren und legte 2009 ihr Abitur an der deutschen Schule in ihrer Geburtsstadt ab. Im Alter von vierzehn Jahren nahm Said ihren ersten Gesangsunterricht bei der Sopranistin Neveen Allouba, welcher den Beginn ihrer künstlerischen Reise markierte, die sie unter anderem bereits an die Mailänder Scala, das Mozarteum Salzburg, die Staatsoper Hamburg, das Gewandhaus Leipzig, Wiener Konzerthaus, die Tonhalle Düsseldorf und das Teatro San Carlo in Neapel führte.

Fatma studierte Gesang in Berlin und war im Bachelor und im Master Studentin bei Professor Renate Faltin. Professoren und Coaches wie Julia Varady, Claar Ter Horst, Anita Keller, Wolfram Rieger und Tom Krause beeinflussten sehr ihre künstlerische Entwicklung und musikalische Interpretation.
Nach ihrem Bachelor of Music an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin, erhielt Said ein Stipendium für ein Studium an der Accademia del Teatro alla Scala in Mailand, das sie darüber hinaus zur ersten ägyptischen Sopranistin auf dieser weltbekannten Bühne machte. Während ihrer Zeit an der Akademie sang sie die Titelrolle der Pamina in der von der Kritik gefeierten neuen, auf ARTE übertragende Produktion von Mozarts Die Zauberflöte, unter der Regie von Peter Stein und dirigiert von Ádám Fischer. Die Produktion erschien später auf DVD. Kritiker sahen in ihr eine der weltweit vielversprechendsten Nachwuchssängerin; die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb: „Die lupenrein strahlende Fatma Said als Pamina ist eine Entdeckung.“ In der vergangenen Saison stand Fatma dort als Amour in Glucks Orphée et Eurydice auf der Bühne, eine Produktion von Shechter/Fulljames, die auch auf DVD erschienen ist.

Said war zwischen 2016 und 2018 Teil des prestigeträchtigen BBC New Generation Artists Scheme und gewann mehrere bedeutende internationale Gesangswettbewerbe, unter anderem den 8. Veronica Dunne Opernwettbewerb (Dublin 2016) und den 7. Leyla Gencer Opernwettbewerb (Istanbul 2012). Beim 16. Robert Schumann Liedwettbewerb (Zwickau 2012) errang sie den zweiten Preis und beim 1. Giulio Perotti Opernwettbewerb 2011 in Deutschland errang sie den Grand Prix.

Sie verkörperte die Rollen der Nannetta (Falstaff), Clorinda (La Cenerentola-Kinderversion), La Pastourelle (L’enfant et les sortilèges), Berta (Il Barbiere di Siviglia), 1st Ecologist (CO2) und Feanichton (Bataclan). Fatma Said zählt die Klarinettistin Sabine Meyer, die Sänger Leo Nucci, Rolando Villazón, Juan Diego Florez, Michael Schade, Jose Cura und Pianisten wie Malcom Martinau, David Fray und Roger Vignoles zu ihren musikalischen Partnern.

Am Tag der Menschenrechte 2014 und 2018 bei den Vereinten Nationen in Genf und beim Silk Road Concert in 2017 in Luxor repräsentierte Fatma Ägypten als Opernsängerin. 2016 verlieh ihr der ägyptische Nationalrat für Frauen einen Ehrenpreis für ihre herausragenden internationalen künstlerischen Erfolge. Infolgedessen wurde sie die erste ägyptische Opernsängerin, welche jemals mit dem Kreativitätspreis, einer der höchsten Auszeichnungen Ägyptens, vom Staat ausgezeichnet wurde.

Ihre letzten Auftritte waren unter anderem eine Aufnahme von Mahlers 8. Symphonie mit Ádám Fischer, Radio Aufnahmen mit der BBC Symphony und BBC Philharmonic Orchester, Liederabende im Manial Palast Festival in Kairo, in der Londoner Wigmore Hall sowie ihr Debüt mit der Royal Philharmonic Orchester in der Birmingham Symphony Hall.

2019 singt Fatma in der Mozartwoche Salzburg die Hauptrolle von Tharsis in der Neuproduktion von T.H.A.M.O.S unter der Regie von La Fura dels Baus und dirigiert von Alondra de la Parra. Weitere Engagements sind eine Radio Aufnahme mit dem Bayrischen Rundfunk, eine Frankreich-Tour mit Louis Langrée und dem l’Orchestre des Champs Elysée mit Ravels Shéhérazade. Es folgen Faurés Requiem am Concertgebouw Amsterdam, Liederabend bei der Schubertiade mit David Fray in Hohenems und Liederabende bei den Dresdner Musikfestspielen, beim Leeds Music Festival, beim Pembroke Festival, in der Perth Concert Hall und die Rolle der Genovieffa in einer konzertante Aufführung von Puccinis Suor Angelica in der Boston Symphony Hall unter der Leitung von Andris Nelsons.

Fatma ist Markenbotschafterin der Schmuckfirma Azza Fahmy.